Fü[h]reinander (I): Das Nationaltheater in Weimar

Das heutige Deutsche Nationaltheater wurde zwischen 1946 und 1948 wieder aufgebaut, da es am 9.2. 1945 zerstört worden war. Der Vorläuferbau wurde im Jahre 1908 eröffnet und 1919 in Deutsches Nationaltheater umbenannt. Die Inschrift der Gedenktafel lautet: "In diesem Haus gab sich das deutsche Volk durch seine Nationalversammlung die Weimarer Verfassung vom 11. August 1919"
Das Hoftheater, dessen Leitung Goethe 1791 übernommen hatte, war 1779 gegenüber dem Wittumspalais, damals noch außerhalb des Stadtkerns, errichtet worden. Goethe legte die Theaterleitung 1817 nieder.
"Zu den charakteristischen Wahrzeichen Weimars gehört das Doppelstandbild, das Schiller mit idealistischem Blick an der Seite eines realistisch in die Welt schauenden Goethe darstellt: Beide halten einen Lorbeerkranz in Händen. Dieses Denkmal hat weltweit das Bild von dem Freundespaar, den Dioskuren der deutschen Klassik, mitgeprägt. Von dem Dresdener Bildhauer Ernst Rietschel, einem Schüler Christian Daniel Rauchs, entworfen und in München gegossen, wurde es am Tage nach der Grundsteinlegung für ein Carl-August-Denkmal auf dem Fürstenplatz mit großem Pomp enthüllt. Seither beherrscht das Monument den Platz vor dem Theater." (Spaziergänge, S. 36)