Fü[h]reinander (III): Das Neue Museum Weimar

 
 
 
Neues Museum Weimar
 
Die Gruppe (2005) trägt ihre Ergebnisse vor
 
 
  Thomas Schüttes "Großer Geist" vor dem Neuen Museum Weimar kann als Antwort auf die Tradition "figürlicher Hoheitszeichen" gesehen werden. Mit dieser Figur lässt Schütte jedes Pathos zerfallen, um ein neues Zeichen zu setzen. "Im Widerstreben von Materie und Form führt er eine Ambivalenz des Menschen vor Augen, die Schwerkraft des Körpers, die Erhebung als kleiner oder sogar großer Geist." Die Plastik antwortet u.a. auf Ernst Rietschels Goethe-Schiller-Denkmal, nimmt aber auch Bezug auf die Helden des Buchenwalddenkmals von Fritz Cremer.  

Im Neuen Museum wurde zur Zeit des Nationalsozialismus auch die Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt, die in München ihren Ausgangspunkt nahm. In dieser Ausstellung wurde jede Art von moderner Kunst als "entartet" diffamiert.

Heute zeigt das Neue Museum Weimar ausschließlich zeitgenössische Kunst.