Das Schillerhaus

Schiller erwarb dieses Haus 1802 für 4200 Taler und lebte dort bis zu seinem Tode 1805. Friedrich Hebbel kommentiert seinen Besuch des Hauses wie folgt: "Ich ging nun zu dem Schillerhause, das dem Goetheschen so nahe liegt, dass die beiden Freunde einander die Briefe und Zettel hätten in die Fenster werfen können, wenn sie sich ein wenig geübt hätten. Dies ist nun wieder nicht so klein und so eng, als man es sich denkt, sondern freundlich und bequem und sogar mit einem Gärtchen geziert...[...]. Vor allem sein Arbeitszimmer bewegte mich aufs tiefste; hier stand sein Schreibtisch, Briefe von ihm darauf, dort sein kleines Klavier, auf dem seine Gitarre lag, und dicht daneben an der Wand das braune Bettgestell, auf dem er vor mehr als fünfzig Jahren sein Leben aushauchte." (Spaziergänge, S. 51)